Berliner Wissenschaftspreis 2018: Daniela Rupp erhält Nachwuchspreis
Dr. Daniela Rupp mit dem Regierenden Bürgermeister Michael Müller und dem Laudator Prof. Ingolf Hertel | Foto: Landesarchiv Berlin
MBI – 08.11.2018:

Berliner Wissenschaftspreis 2018: Daniela Rupp erhält Nachwuchspreis

Am gestrigen Abend überreichte der Regierende Bürgermeister von Berlin und Senator für Wissenschaft und Forschung, Michael Müller, zum elften Mal den Berliner Wissenschaftspreis. Ausgezeichnet wurde Prof. Dr. Emmanuelle Charpentier vom Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie für ihre innovative Forschung in der Genregulation. Der Nachwuchspreis ging in diesem Jahr an Dr. Daniela Rupp vom Max-Born-Institut für Nichtlineare Optik und Kurzzeitspektroskopie (MBI) für ihre Leistungen auf dem Gebiet der Ultrakurzzeitphysik.

Die Nachwuchspreisträgerin Dr. Daniela Rupp ist Leibniz-Nachwuchsgruppenleiterin am MBI. Auf ihrem aktuellen Forschungsgebiet der Attosekundenphysik, auch Ultrakurzzeitphysik genannt, konnte sie mit ihrem Team in einer Reihe von Projekten Fortschritte im Verständnis von Abbildung und Wechselwirkung nanometerkleiner Teilchen mithilfe von intensiven Röntgenimpulsen erzielen. Hierbei gelangen ihr methodische Innovationen in den Bereichen der Photonik, Optik und Mikrosystemtechnik, welche für die Zukunft neue Forschungsfelder für die Materialwissenschaften und die Plasmaphysik öffnen können.

Bereits in ihrer Dissertation beschäftigte sie sich mit Messungen von atomaren Clustern mit hochenergetischen Röntgenimpulsen und erhielt dafür 2013 den Carl-Ramsauer-Preis der Physikalischen Gesellschaft zu Berlin (PGzB). 2018 wurde sie für ihre wissenschaftliche Arbeit mit dem Karl-Scheel Preis ausgezeichnet, der ebenfalls durch die PGzB verliehen wird.

Prof. Dr. Ingolf V. Hertel, Physiker und Direktor emeritus am MBI, würdigte in einer Laudatio die Nachwuchspreisträgerin.

Der jährlich verliehene Berliner Wissenschaftspreis wird seit 2008 traditionell durch den Regierenden Bürgermeister von Berlin vergeben. Vorschlagsberechtigt sind die Berliner Hochschulen, in Berlin ansässige außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und ihre Träger sowie die für Wissenschaft und Forschung zuständigen Mitglieder des Senats. Für den Hauptpreis ist ein Preisgeld über 40.000 Euro vorgesehen, das die Institution erhält, an der die wissenschaftliche Leistung erbracht wurde. Für den Nachwuchspreis geht das Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro direkt an die Ausgezeichnete selbst.

Kontakt:

Max-Born-Institut für Nichtlineare Optik und Kurzzeitspektroskopie (MBI)
Dr. Daniela Rupp
E-Mail daniela.rupp@mbi-berlin.de
Tel. 030 / 6392-1280

 

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